Archiv der Kategorie: ALS – News

Medikamentenstudien 2006

Für das Jahr 2006 sind mehrere neue Medikamentenstudien bei ALS geplant. Aktuell werden die Studienzentren ausgesucht und Vorbereitungen getroffen, die jedoch noch der Geheimhaltung unterliegen. An den verschiedenen Studien sollen bundesweit mehrere hundert ALS-Erkrankte in mehreren ALS-Zentren teilnehmen können, unter anderem auch an der Neurologischen Uniklinik Erlangen. Sobald nähere Details über die Studien veröffentlicht werden können, werden wir Sie informieren.

Publikationen zu Botox

2 kürzlich erschienene Publikationen (Manrique et al., Verma et al.) weisen darauf hin, dass ein vermehrter Speichelfluss bei ALS-Patienten mit Botulinumtoxin-Injektionen wesentlich reduziert werden kann. Da Botulinumtoxin auch Muskeln schwächen kann und so bei der ALS zusätzliche Lähmungen möglich sind, wurde die Therapie bisher sehr zurückhaltend eingesetzt. Beide Studien berichten über eine gute Wirkung ohne wesentliche Nebenwirkungen, sodass die Lebensqualität der Behandelten auch deutlich verbessert wurde. Diese Veröffentlichungen decken sich sehr gut mit unseren eigenen Erfahrungen, sodass diese Therapieform vermehrt eingesetzt werden wird.

Neuer Anlauf für die geplante Minocyclin Studie

Derzeit befindet sich ein ausführliches Studienprotokoll in der Vorbereitung, um diese bei der BMG vorzulegen. Ob und wann die Studie wieder aufgenommen werden kann ist allerdings noch offen.
Sobald sich neue Fakten ergeben haben, informieren wir sie auf unseren Seiten selbstverständlich umgehend.

Update: Ein detailierter Studienplan mit Minocyclin bei ALS wurde Ende Januar von Prof. Ludolph / Ulm im Namen der Deutschen ALS-Studiengruppe (u.a. ALS-Ambulanz Erlangen) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)/Bundesministerium für Bildung und Forscheng (BMBF) eingereicht.

16. Internationales ALS/ MND-Symposium in Dublin, 8.-10.12.2004

Vom 8.-10. Dezember 2005 fand in Dublin das von der britischen Motor Neurone Disease Association organisierte, jährliche Internationale Symposium über ALS und andere Motoneuronerkrankungen statt. Mit fast tausend Teilnehmern aus aller Welt war die Anzahl der Teilnehmer in Dublin erneut beeindruckend hoch und zeigt, dass auch in Zeiten kleinerer Budgets und häufiger Interesseneinengung auf „Volkskrankheiten“ mit hohen Patientenzahlen (wie dem Diabetes mellitus oder dem Schlaganfall) das Interesse an der Erforschung der ALS in aller Welt parallel ungebrochen ist. Die vorgestellten wissenschaftlichen Arbeiten zeigten, dass das Verständnis der Entstehung, Diagnostik und symptomatischen Therapie der ALS weiter fortschreitet.

In Hinsicht auf neue Therapien der ALS hatte der Kongress drei wesentliche Aspekte: 1. wurden kürzlich zwei Therapiestudien leider ohne Nachweis einer positiven Wirkung abgeschlossen. 2. wurden erste, kleine Studien zu weiteren Wirkstoffen mit sehr hoffnungsvollen Ergebnissen vorgestellt. Und 3. gibt es sehr sinnvolle Überlegungen wie Therapiestudien in Zukunft effektiver und vor allem schneller durchgeführt werden können.

Vorgestellt wurden in Dublin die Ergebnisse der Studie mit TCH346 und eine weitere Studie mit Kreatin.
Der Wirkstoff TCH346 der Firma Novartis kann experimentell den zelleigenen, programmierten Untergang von Nervenzellen (Apoptose) verlangsamen. Leider konnte in einer in den USA und Europa durchgeführten Studie kein positiver Effekt gezeigt werden, sodass dieses Medikament bei der ALS wohl nicht zum Einsatz kommen wird.
Kreatin ist ein Wirkstoff der energiereiche Moleküle transportieren kann und daher sowohl im Sport eingesetzt wird, aber auch als möglicher Energielieferant für Nervenzellen bei der ALS angesehen wurde. Nachdem bereits zwei Studien keinen positiven Effekt von Kreatin auf den Krankheitsverlauf der ALS gezeigt hatten, unersuchten amerikanische Neurologen, ob Kreatin den Gesamtverlauf der Erkrankung oder zumindest die Schwäche und Ermüdbarkeit der Muskeln bei ALS-Patienten positiv verändern kann. Die Studie zeigte weder für den Gesamtverlauf noch für die Ermüdbarkeit der Patienten eine positive Wirkung. Wesentliche Nebenwirkungen wurden wie zuvor nicht gesehen.

Großes Interesse finden derzeit entzündliche Vorgänge bei der ALS. Obwohl die ALS im Kern keine entzündliche Erkrankung ist, werden wohl in der Folge von ersten Nervenzelluntergängen entzündliche Vorgänge angestoßen. Diese könnten die Erkrankung verstärken und beschleunigen. Es erscheint daher sinnvoll diese Reaktion des Körpers zu bremsen. Zwei Medikamente, die bereits zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS), einer vorwiegend entzündlichen neurologischen Erkrankung, zugelassen sind (Interferon Beta 1a und Glatirameracetat), wurden in ersten Studien erfolgversprechend getestet und werden nun intensiver untersucht. Auch Thalidomid, als Schlafmittel sehr unrühmlich als Contergan bekannt geworden, hat entzündungshemmende Effekte. Zudem wird es gegen die Gewichtsabnahme bei AIDS- und Krebspatienten eingesetzt. PD Dr. Thomas Meyer wird in Berlin eine erste, sehr streng überwachte Studie mit Thalidomid bei wenigen ALS-Patienten durchführen.

Wissenschaftliche Studien zur Überprüfung von neuen Wirkstoffen, die eine sinnvolle Behandlung der ALS sein könnten, benötigen insbesondere im Vergleich zum Fortschreiten der Krankheit ALS relativ viel Zeit. Um die Zeit von einer Idee bis zu ihrer Überprüfung und eventuellen Verfügbarkeit für alle ALS-Patienten möglichst zu verkürzen, wurden intensive Überlegungen zu neuen Arten von wissenschaftlichen Studien in Dublin vorgestellt. Besonders viel versprechend könnten Studien sein, die Wirkstoffe gegeneinander vergleichen (anstatt gegen ein Schein-Medikament = Placebo) oder Studien, die mit neuen statistischen Verfahren analysiert werden (sequential trial design). Auch könnte es sinnvoll sein, Wirkstoffe zunächst bei ALS-Patienten mit besonders raschem Krankheitsverlauf zu testen, da sich in dieser Gruppe Effekte schneller abzeichnen sollten.

Darüber hinaus wurden viele Grundlagenerkenntnisse zur ALS in Dublin vorgestellt, ebenso wie Beobachtungen und Erfahrungen in der alltäglichen Betreuung von ALS-Patienten. Diese im Einzelnen zu referieren übersteigt die Möglichkeiten dieses Berichtes.

Ein großer Schritt in Bezug auf eine qualitativ hochwertige und einheitliche Behandlung von ALS-Patienten ist die Erstellung von detaillierten europäischen Empfehlungen für die Diagnose und Therapie von ALS-Patienten die von einer Expertengruppe der europäischen Föderation der Neurologischen Gesellschaften (EFNS) erstellt wurde. Die Empfehlungen wurden auf dem Kongress vorgestellt und kürzlich veröffentlicht (Andersen PM, Borasio GD, Dengler R, Hardiman O, Kollewe K, Leigh PN, Pradat PF, Silani V, Tomik B. EFNS task force on management of amyotrophic lateral sclerosis: guidelines for diagnosing and clinical care of patients and relatives. Eur J Neurol. 2005 Dec;12(12):921-38). Die 18-seitige (!) Darstellung umfasst eine präzise Darstellung der aktuellen Erkenntnisse und gibt zudem klare Hilfen für die praktische Behandlung. Diese Empfehlungen werden sicherlich die Versorgung von ALS-Patienten nachhaltig verbessern.

PD Dr. Martin Hecht
Neurologische Universitätsklinik Erlangen

15. Internationales ALS/ MND-Symposium in Philadelphia, 2.-4.12.2004

Anfang Dezember trafen sich in Philadelphia die wissenschaftlich und klinisch an ALS Interessierten der Welt beim 15. Internationalen ALS-Symposium. Dieses Treffen wird alljährlich von der britischen Motor Neurone Disease Association, der britischen ALS-Laien-Organisation, veranstaltet. In Anbetracht der oft aufwändigen und langwierigen Forschungsprojekte findet das Treffen relativ häufig statt. Trotzdem wurden auch dieses Jahr wieder viele neue Ergebnisse vorgestellt. Aus meiner Sicht waren die Neuigkeiten aus der Grundlagenforschung und die Bekanntgabe von Ergebnissen von Therapiestudien besonders herausragend.

Grundlagenforschung:

Vascular endothelial grwoth factor (VEGF):
2001 berichteten Oosthuyse et al., dass Mäuse, denen sie genetisch den Gefäßwachstumsfaktor VEGF genommen hatten, unerwarteterweise eine Motoneuronerkrankung (ALS) bekamen. Ziel der Forscher war eigentlich die Entwicklung eines neuen Krebsmedikamentes. Es ist mittlerweile gezeigt worden, dass VEGF über die Förderung neuer Blutgefäße hinaus auch direkt positive Effekte auf Nervenzellen hat. Genetische Studien bei Menschen weisen darauf hin, dass geringe VEGF-Spiegel beim Menschen das Risiko an einer ALS zu erkranken erhöhen. Es konnte gezeigt werden, dass das in einen Botenvirus eingebrachtes und in den Muskel injiziertes VEGF-Gen im Tierversuch die Nervenbahnen und Nervenzellkörper erreichen. Ebenso dringt VEGF nach Injektion in die Hirnkammern in das Gehirn von Ratten ein. Zudem kann durch eine VEGF-Injektion zum Zeitpunkt der ersten Krankheitssymptome das Auftreten weiterer Lähmungen verzögert und das Leben von transgenen ALS-Mäusen verlängert werden. Die normale Wirkung von VEGF, die eventuelle Rolle von VEGF in der ALS-Entstehung und Möglichkeiten eines therapeutischen Einsatzes von VEGF werden intensiv weiter untersucht.

Axonaler Transport:
Bisherige Untersuchungen zur Krankheitsentstehung auf zellulärer Ebene haben sich vielfach mit Veränderungen am Körper der Nervenzellen (Rolle von Überträgerstoffen, Ionenkanälen, Energievorräten) beschäftigt. Zunehmend werden auch Veränderungen des Hauptausläufers der motorischen Nervenzellen (Axon) und der Transport von Zellbestandteilen im Inneren des Axons bei der ALS beschrieben. So konnte in einem Tiermodell (Loa-Maus), eine genetische Veränderung in dem Transporteiweiß Dynein, in einem anderen Tiermodell (mSOD-Maus) ein Defekt im axonalen Transport direkt gezeigt werden. C. Münch aus Ulm zeigte sogar Veränderungen im Gen von Dynactin (einem weiteren Transporteiweiß) bei einigen an ALS erkrankten Menschen. Auch diese Untersuchungen werden intensiv weiter geführt.

Toxine:
Die Frage der Beteiligung von giftigen Nahrungsbestandteilen wurde überraschenderweise neu aufgeworfen. Zur Klärung der besonderen Form der ALS in Guam wurden Spuren des Nervengiftes BMAA gleichsam detektivisch zurückverfolgt. Es kam heraus, dass BMAA zunächst in sehr geringen Mengen von Bakterien hergestellt wird, dann von Zykaden (Pflanze) aufgenommen wird, die Zykaden von „flying foxes“ und die „flying foxes“ von den Ureinwohnern in Guam gegessen werden. Im Verlauf dieser Nahrungskette wird BMAA immer weiter konzentriert. Diese Untersuchungen könnten die „unheimliche“ Häufung der Guam-ALS erklären. Zur großen Überraschung aller wurden im Gewebe von ALS-, aber auch Alzheimer-Patienten aus Nordamerika ebenfalls erhöhte BMAA-Werte festgestellt. Auch bei diesen Untersuchungen könnte man zumindest einem Risikofaktor für die ALS auf die Spur gekommen sein.

Ergebnisse von Therapiestudien

Celecoxib:
Einige Befunde hatten eine positive Wirkung des Schmerzmittel Celcoxib (Celebrex®) und Rofecoxib (Vioxx®) vermuten lassen. Nachdem Refocoxib kürzlich wegen der Zunahme von Schlaganfällen und Herzinfarkten bei Dauereinnahme vom Markt genommen wurde, zeigte die Therapiestudie mit Celecoxib bei ALS-Patienten leider keinen positiven Effekt (Dosis 800mg/Tag, Dauer 12 Monate). Weder die Messung der Armkraft, noch die Bestimmung einer Funktionsskala (ALS-FRS) oder des Lungenvolumens waren bei den mit Celecoxib behandelten besser als bei den mit Placebo (Scheinbehandlung) behandelten Patienten. Ernsthafte Nebenwirkungen, insbesondere Schlaganfälle oder Herzinfarkte traten bei den Studienpatienten nicht auf.

Pentoxiphyllin:
Dieses in der Therapie von Durchblutungsstörungen bereits verwendete Medikament könnte theoretisch ebenfalls positiv auf den Verlauf der ALS einwirken. Bei der nun durchgeführten Studie war es jedoch so, dass die mit Pentoxiphyllin behandelten Patienten sogar einen etwas schlechteren Verlauf ihrer ALS-Erkrankung hatten als die mit Placebo (Scheinbehandlung) behandelten Patienten. Gerade diese Studie war Anlass zu vielen Diskussionen, insbesondere da alle Patienten parallel mit Riluzol (Rilutek®) behandelt wurden und hier auch Wechselwirkungen bedacht werden müssen. Es bestätigt jedoch leider die „Binsenweisheit“, dass jede Teilnahme an einer Therapiestudie neben Hoffnungen auch Risiken birgt.

Coenzym Q10:
Coenzym Q10 ist wie Vitamin E ein Antioxidans, d.h. ein Nahrungsmittelzusatz, der aggressive chemische Verbindungen im Körper unschädlich machen kann. Coenzym Q10 hilft der transgenen ALS-Maus und wird bei der Parkinson-Erkrankung, als auch bei der Alzheimer-Erkrankung derzeit getestet. Bisher hat man die Dosis auf maximal 1200mg pro Tag beschränkt. Nun konnte gezeigt werden, dass auch 3000mg pro Tag gut verträglich sind, aber ab 2400mg pro Tag der Gehalt im Blut nicht weiter ansteigt. Man verglich den Krankheitsverlauf der behandelten ALS-Patienten mit dem Verlauf der Krankheit scheinbehandelter Patienten aus anderen Studien und fand keinen Unterschied. Die angewandte Methode ist jedoch sehr zweifelhaft, sodass der Effekt von hochdosiertem Coenzym Q10 noch nicht beurteilt werden kann.

Tamoxifen:
Dieser Wirkstoff, ein Gegenspieler des Östrogens, wird in der Nachbehandlung von Brustkrebspatientinnen eingesetzt. Ausgehend von einer Patientin mit Brustkrebs und ALS wurde der Effekt von Tamoxifen auf die ALS untersucht. Man wollte in dieser Studie keinem Patienten eine Scheinbehandlung (Placebo) geben. Anstatt dessen verglich man den Verlauf der ALS bei Patienten mit sehr geringen Dosen Tamoxifen mit Patienten mit hohen Dosen und konnte einen statistisch eindeutig besseren Verlauf bei den „Hochdosis“-Patienten zeigen. Da die behandelte Gruppe noch relativ klein war und Tamoxifen prinzipiell erhebliche Nebenwirkungen haben kann, ist derzeit die Einnahme von Tamoxifen jedoch nicht zu empfehlen!

Zuletzt noch ein weiteres Streiflicht, das vielleicht vor allem für Spiegel-Leser interessant sein könnte: Seit einigen Jahren berichtete insbesondere „Der Spiegel“ immer wieder über die Häufung von ALS-Erkrankungen bei italienischen Profi-Fußballspielern. In der Abschlusssitzung des Symposiums wurden von dem Leiter einer aktuellen, wissenschaftlich wertvollen Studie, A. Chio, die Erkenntnisse dargestellt: Tatsächlich sind bei den Profifußballspielern in Italien mehr ALS-Erkrankungen aufgetreten als bei der übrigen Bevölkerung (10-fach erhöhtes Risiko für die Profi-Fußballer). Die Profi-Fußballer erkrankten in jüngerem Alter und hatten häufiger Schluck- und Sprechstörungen als andere ALS-Kranke. Es waren v.a. Mittelfeldspieler und das Risiko stieg mit der Anzahl der aktiven Jahre im Profifußball an. Weshalb diese Häufung auftrat, ist nicht klar. Es wird der Einfluss von häufiger und besonderer körperlicher Belastung, von eventuellem Doping und von Erschütterungen durch Kopfbälle diskutiert. Denkbar wären aber auch ganz andere Ursachen wie z.B. der häufige Kontakt mit Rasendünger. Zuletzt ist auch daran zu denken, ob die Eignung zum Leistungssport als Fußballspieler auf andere Weise parallel zu einer erhöhten ALS-Neigung führen kann.
Diese Daten stellen keine wesentlich beunruhigende Nachricht für Sportler und Hobby-Fußballspieler dar. Selbst bei den Fußball-Profis war die Gefahr an einer ALS zu erkranken absolut gesehen nicht sehr hoch, sie trat lediglich häufiger auf als im Landesdurchschnitt. Durch fehlende körperliche Betätigung sind sicherlich viel mehr Menschen gesundheitlich gefährdet als durch zu viel Sport!

Die Vielzahl der Beiträge, der Hoffnungsschimmer in Bezug auf das Tamoxifen und die vielen neuen Erkenntnisse, die auf dem Symposium vorgestellt wurden, lassen trotz der zum Großteil enttäuschenden Ergebnisse der Therapiestudien weiter hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Eine der vielen Forschungsansätze sollte in nicht zu weiter Ferne einen wirklichen Durchbruch im Verständnis und der Therapie der ALS erbringen.

PD Dr. Martin Hecht
Neurologische Universitätsklinik Erlangen

Minocyclin-Studie scheitert an Geldmitteln

Für Ende 2004 war eine weitere Therapiestudie mit dem Wirkstoff Minocyclin geplant, die nun aufgrund fehlender Mittel abgesagt wurde.
Wie die Charite berichtet, fehlen zur Durchführung in etwa 2 – 3 Millionen Euro an Geldern, die bisher nicht aufgebracht werden konnten. Diese Summe ist notwendig, um eine seriöse, breitgefächerte Studie durchführen zu können, an der in etwa 300-500 Patienten teilhaben sollten.
Wann die Wiederaufnahme dieser Studie geplant ist, ist derzeit noch offen.

ALS-Therapiestudie EHT201 abgebrochen

Wie auf den Internetseiten der Charite nachzulesen ist, wurde die Therapiestudie EHT201 mit dem Wirkstoff Pentoxiffylin abgebrochen.

Sie war angesetzt auf 18 Monate und sollte eine neue Therapiemöglichkeit mit dem angegebenen Wirkstoff untersuchen. Leider konnte laut dem Studienführenden Arzt keinerlei Nachweis erbracht werden, dass sich der Wirkstoff positiv auf die ALS auswirkt. Stattdessen wurde eine statistische Erhöhung von Arzneimittelnebenwirkungen beobachtet.