ALS - amyotrophe lateralsklerose - Umgang mit der Erkrankung

Umgang mit der Krankheit

Allgemeines

Die Psychologischen Folgen bei dem Erkrankten, sowohl als auch der Angehörigen, können sehr massiv sein.

Es wird immer wieder berichtet, dass die Psyche des Erkrankten einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf den Verlauf der Krankheit hat. Allein aus dieser Erkenntnis heraus halten wir es für wichtig, sich auch mit diesem Aspekt zu beschäftigen. Eine gute psychologische Betreuung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten, ist daher sowohl für den Patienten als auch für die Angehörigen, unserer Meinung nach sehr sinnvoll.

Sicher ist das von Fall zu Fall unterschiedlich zu bewerten, dafür sind wir Menschen zu unterschiedlich. Ein Erstgespräch mit einem Therapeuten kann Ihnen aber Aufschluss darüber geben, ob es für Sie sinnvoll ist oder nicht und ob man an Ihrem psychischen Gleichgewicht arbeiten sollte oder nicht. Vertrauen Sie sich einfach einen erfahrenen Therapeuten an.

Hoffnung

Hoffnung sollte man immer haben und zum Teil ist sie sicher berechtigt. Allerdings darf Hoffnung nicht die Realität verschieben. Die Realität bedeutet nun einmal, dass es sich bei der ALS um eine nicht zu heilende und fortschreitende, also nicht aufzuhaltende Krankheit handelt. Dementsprechend sollten Sie der Realität auch ins Auge blicken und handeln.

Oft ist es so, dass Menschen nach der Diagnosestellung die Realität verdrängen und in ihren Hoffnungen weiterleben. Damit ist allerdings weder den Erkrankten selbst, noch den Angehörigen auf Dauer geholfen. Versuchen Sie stattdessen offen über die Erkrankung und deren Folgen zu sprechen. Sehen Sie die Krankheit auch als Chance, sich voneinader zu verabschieden und vielleicht Dinge zu tun, die Sie unbedingt noch verwirklichen möchten.