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Pilotstudie mit Pioglitazone
Pioglitazone ist ein Medikament, welches bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zum Einsatz kommt. Initiiert durch Prof. Albert Ludolph von der Uniklinik Ulm und dem pharmazeutischem Hersteller Tekada wurde das Medikament beim ALS-Mausmodell in einer kleinen Studie versucht. Hierbei lieferte es mögliche Hinweise auf eine neuroprodektive Wirkung, welches sich in einer geringgradigen Lebenszeitverlängerung der Maus zeigte.
Aufgrund dessen wurde eine placebokontrollierte Studie angestrengt, um eine mögliche therapeutische Wirkung des Medikamentes bei ALS zu erforschen. Der Studienbeginn wird Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres mitgeteilt. Die geplante Studiendauer beträgt etwa 2 Jahre.
ONO2506 – 2. Studie
ONO2506 war bereits Bestandteil einer Studie mit der Fragestellung, ob das Medikament einen positiven Einfluss auf die Atemfunktion bei ALS haben könnte. Nach Diskussion der Ergebnisse mit europäischen ALS-Experten wurde angenommen, dass ONO-2506PO/Cereact ® einen positiven Effekt bei ALS Patienten mit kurzer Krankheitsdauer haben könnte. In einer genaueren Auswertung fand man Hinweise, das bei frühzeitiger Einnahme (innerhalb von 14 Monaten nach Krankheitsbeginn) von ONO2506 eine verbesserte Krankheitsüberlebung und einer Verlangsamung des Verlaufes erreicht werden könnte. Aus diesem Grunde beginnt voraussichtlich Anfang 2007 eine erneute klinische Studie um dies abzuklären.
Arimoclomol Wirksamkeitsstudie in den USA und Kanada
Als entzündungshemmendes Medikament wurde Arimoclomol in einer kleinen Studie durch den Hersteller bei ALS-Mausmodellen getestet. Hierbei kam es zu einer geringfügigen Lebenszeitverlängerung der Mäuse. Der Hersteller hat deshalb eine Studie hierüber angestrengt, die an ALS-Zentren in den USA und Kanada durchgeführt werden soll. Die Studienzeit wird in etwa 18 Monate betragen.
Anmerkung
Es sei hier noch einmal erwähnt, dass sich bereits öfter positive Effekte beim ALS-Mausmodell gezeigt haben, die bei einer Überprüfung durch Studien nicht haltbar gezeigt haben.
Darüber hinaus sei auch deutlich davor gewarnt, „Selbstmedikationen“ und somit „Eigenversuche“ mit den Studienmedikamenten durchzuführen.
Unbekanntes Protein bei der ALS entschlüsselt
Es ist bekannt, dass Eiweißablagerungen an den Neuronen bei ALS-Patienten vorhanden sind. Bisher waren diese Proteine allerdings unbekannt. In einer Forschungsarbeit der neurologischen Instituten Vancouver, Pennsylvania, San Francisco, Homburg und der LMU München ist es gelungen, diese Proteine als TDP-43 zuzuordnen. Dies gilt als wichtiger Meilenstein in der ALS-Forschung.
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