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Alle vorher aufgeführten Veränderungen können frühzeitig gemessen werden, so dass eine Therapieentscheidung fast immer rechtzeitig getroffen werden kann. Dennoch wird die Atemschwäche nicht selten spät erkannt, wenn schon deutliche Beschwerden vorliegen, oftmals erst dann, wenn eine intensivmedizinische Behandlung notwendig geworden ist. Um Atemstörungen rechtzeitig zu erkennen ist deshalb eine regelmäßige Untersuchung der Atemfunktion sinnvoll.
Klniksche Untersuchungen, Lungenfunktionsmessung, Blutgasanalyse und nächtliche Poly(somno)graphie sind hier die wesentlichen Untersuchungen.
Am einfachsten durchzuführen und nahezu überall verfügbar ist die Spirometrie. Die Messung der Vitalkapazität (Atembreite) stellt einen globalen Parameter für die Atemmuskelfunktion dar. Bei ausgeprägter Atemmuskelschwäche ist sie unter 50% eingeschränkt. Oft ist sie im Sitzen nur geringfügig, im Liegen jedoch stark herabgesetzt.
Bei noch kompensierter Atempumpstörung wird durch eine Steigerung der Atmung der pCO2 im Normbereich gehalten, eine Hyperkapnie tritt erst bei dekompensierter Störung auf. Da im Schlaf sich die Hypoventilation deutlich verstärkt, ist eine nächtliche Messung zu empfehlen. Oft sind die Werte tags im Wachzustand noch normal, nachts im Schlaf jedoch schon deutlich erhöht. Zur kontinuierlichen Messung eignet sich die Kapnographie oder transkutane pCO2-Registrierung. Die Hyperkapnie wird immer von einer Hypoxämie begleitet, da mit Anstieg des Kohlensäurepartialdruckes der alveoläre Sauerstoffpartialdruck etwas abfällt.
Somit kann indirekt durch nächtliche Oxymetrie (der Untersuchte darf nicht zusätzlichen Sauerstoff zugeführt bekommen) auch auf eine Hypoventilation geschlossen werden; eine Oxymetrie ist einfach durchzuführen.
Die Hypoventilation kann zu erheblichen Schlafstörungen führen, deswegen ist zumindest in Einzelfällen eine Polysomnographie angezeigt, auch aus differentialdiagnostischen Gründen.
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