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Behandlung der Atemmuskelschwäche bei ALS

Hintergrund

Historie und Effekte der Heim- und Langzeitbeatmung
Dank des Einsatzes der „eisernen Lunge“ überlebten viele Patienten mit Lähmungen der Atemmuskulatur die Polioepidemien der Nachkriegszeit. Nicht selten blieb den Patienten eine hochgradige Einschränkung der Funktion der Atemmuskulatur, die eine Langzeitbeatmung nötig machte. In Institutionen, selten auch in häuslicher Umgebung kam es so zu ersten Langzeitbeatmungen. Hier wurde ausschließlich Negativdruckbeatmungstechnik eingesetzt. Tankrespiratoren, die seit den 20er Jahren entwickelt wurden und deren Modifikationen nur Teile des Körpers umschlossen (Cuirass; Chest Shell; Pneumobelt) fanden Anwendung.
Die Entwicklung kleiner, leichter und einfach zu bedienender Heimbeatmungsgeräte und von Beatmungsmasken ermöglichte ab Anfang der 90er Jahre eine Beatmung von Patienten mit Lähmungen der Atemmuskulatur zu hause.
Diese „nicht invasive Heimbeatmung“ (NIH) wird in der Zwischenzeit bei einigen Tausend Patienten erfolgreich angewendet. Die Überprüfung der Beatmungsindikation sollte in Muskelzentren, die die Beatmung selbst durchführen oder mit speziellen Lungenkliniken kooperieren, erfolgen.
Während die Heimbeatmung bei wenig fortschreitenden neuromuskulären Erkrankungen ein Standardverfahren geworden ist, stellt die ALS auch erfahrene Neurologen immer wieder vor schwierige Entscheidungen.

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